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Eurojackpot-Wahrscheinlichkeiten verstehen: Was die Gewinnklassen bedeuten

Ein Eurojackpot-Tipp besteht aus fünf Zahlen aus 50 und zwei Eurozahlen aus 12. Für den Hauptgewinn müssen alle sieben Zahlen stimmen; die Chance dafür beträgt pro Tipp 1 zu 139.838.160. Häufig gezogene Zahlen, Geburtstage oder eine vermeintlich „fällige“ Kombination verändern diese Wahrscheinlichkeit nicht.

So entsteht die Jackpot-Wahrscheinlichkeit

Für die fünf Hauptzahlen gibt es 2.118.760 mögliche Kombinationen. Für zwei Eurozahlen aus zwölf gibt es 66 Kombinationen. 2.118.760 × 66 ergibt 139.838.160 vollständige Tipps. Jede zulässige Kombination ist gleich wahrscheinlich. Zehn unterschiedliche Tippfelder decken zehn Kombinationen ab und verzehnfachen damit sowohl Chance als auch Spieleinsatz; aus einer sehr kleinen Chance wird dadurch keine wahrscheinliche.

Alle zwölf Gewinnklassen

Die folgende Tabelle gibt die von LOTTO.de veröffentlichten Gewinnwahrscheinlichkeiten wieder. „1 zu“ bedeutet einen statistischen Durchschnitt über sehr viele unabhängige Tipps, keinen festen Abstand zwischen Gewinnen.

KlasseTrefferChance 1 zu 15 + 2 Eurozahlen139.838.16025 + 16.991.90835 + 03.107.51544 + 2621.50354 + 131.07563 + 214.12574 + 013.81182 + 298593 + 1706103 + 0314111 + 2188122 + 149

Die Gewinnhöhe steht damit nicht fest. Sie hängt unter anderem von Ausschüttung, Zahl der Gewinner in einer Klasse und den geltenden Teilnahmebedingungen ab. Eine Gewinnklasse mit vergleichsweise häufiger Trefferchance ist deshalb kein Versprechen, den Einsatz zurückzuerhalten.

Mehr Felder und Systeme richtig einordnen

Ein normales Feld bildet genau eine Kombination ab. Ein Systemschein kombiniert mehr ausgewählte Zahlen zu mehreren vollständigen Tipps. Dadurch steigen Trefferchancen, aber auch Zahl und Preis der gespielten Kombinationen. Entscheidend ist nicht der Name des Systems, sondern wie viele unterschiedliche vollständige Tipps tatsächlich abgegeben werden.

Ein einfaches Rechenbeispiel: Ein Feld kostet laut Landeslotterie derzeit 2 Euro zuzüglich einer vom Anbieter abhängigen Bearbeitungsgebühr. Zehn Felder kosten damit allein 20 Euro je Ziehung plus Gebühr. Wer zweimal pro Woche zehn Felder spielt, setzt in 52 Wochen 2.080 Euro plus Gebühren ein. Das ist eine Budgetrechnung, keine Vorhersage zu Gewinnen. Prüfe vor der Abgabe den aktuell angezeigten Gesamtpreis und die Bedingungen deines Landesanbieters.

Drei verbreitete Denkfehler

  • „Diese Zahl kam lange nicht.“ Frühere Ziehungen machen eine Zahl in der nächsten Ziehung nicht fälliger.
  • „Geburtstagszahlen sind sicherer.“ Sie sind nicht wahrscheinlicher. Häufig gewählte Muster können allenfalls dazu führen, dass ein Gewinn mit mehr Personen geteilt wird.
  • „Mit einem System gewinnt man bestimmt.“ Ein System kauft mehrere Kombinationen. Garantien gelten, wenn überhaupt, nur für genau beschriebene Treffer unter festgelegten Voraussetzungen – nicht für einen Gewinn oberhalb der Kosten.

Vor der Teilnahme eine feste Grenze setzen

Behandle Lotterieausgaben als Freizeitkosten, nicht als Sparplan oder Lösung finanzieller Probleme. Lege vorab einen Betrag fest, der vollständig verloren gehen darf, und erhöhe ihn nicht nach einer Niete. Kredite, Haushaltsgeld und Rücklagen gehören nicht in Glücksspiel. Teilnahme ist erst ab 18 Jahren erlaubt.

Die aktuellen Klassen und Chancen stehen in der offiziellen Eurojackpot-Übersicht von LOTTO.de. Wer merkt, dass Einsätze, Gedanken ans Spiel oder Verlustjagd außer Kontrolle geraten, findet über Check dein Spiel anonyme Informationen und Hilfsangebote.