Bei LOTTO 6aus49 bestimmt die Zahl richtiger Gewinnzahlen zusammen mit der Superzahl die Gewinnklasse. Der Jackpot erfordert sechs Richtige plus Superzahl und hat pro Tippfeld eine Chance von 1 zu 139.838.160. Mehr Tippfelder oder ein Systemschein spielen mehr verschiedene Kombinationen; sie machen keine einzelne Zahlenfolge wahrscheinlicher und erhöhen den Einsatz entsprechend.
Wie die Jackpotchance entsteht
Aus 49 Zahlen lassen sich 13.983.816 unterschiedliche Gruppen zu je sechs Zahlen bilden. Für Gewinnklasse 1 muss zusätzlich eine von zehn möglichen Superzahlen stimmen. Daraus folgen 13.983.816 × 10 = 139.838.160 vollständige Kombinationen. Jede gültige Kombination ist gleich wahrscheinlich – auch 1, 2, 3, 4, 5, 6.
Alle neun Gewinnklassen
KlasseTrefferChance pro Tippfeld16 + Superzahl1 : 139.838.160261 : 15.537.57335 + Superzahl1 : 542.008451 : 60.22354 + Superzahl1 : 10.324641 : 1.14773 + Superzahl1 : 567831 : 6392 + Superzahl1 : 76Quelle und Stand der Werte: LOTTO.de, ab Gewinnplan 23. September 2020, geprüft am 22. Oktober 2026. Änderungen des Gewinnplans müssen vor Teilnahme erneut geprüft werden.
Warum der Gewinnbetrag meist nicht feststeht
Die Chance sagt nur, wie häufig eine Trefferart mathematisch zu erwarten ist. Der tatsächliche Betrag hängt in den Klassen 1 bis 8 unter anderem vom Ausschüttungsanteil und der Zahl der Gewinner ab; Klasse 9 hat nach dem aktuellen Gewinnplan einen festen Betrag. Zwei Ziehungen mit derselben Trefferart können deshalb unterschiedliche Quoten haben. „Fünf Richtige“ ist ohne Information zur Superzahl noch keine vollständige Gewinnklasse.
Was ein Systemschein verändert
Bei einem Vollsystem werden aus mehr als sechs gewählten Zahlen alle enthaltenen Sechserkombinationen gebildet. Beispiel: Sieben gewählte Zahlen enthalten sieben verschiedene Sechserkombinationen. Nach der aktuell von LOTTO Berlin veröffentlichten Übersicht kostet das Vollsystem 6aus7 daher sieben Einzeltipps; bei 1,20 Euro je Tipp sind das 8,40 Euro zuzüglich Bearbeitungsgebühr. Die offizielle Systemübersicht zeigt, wie schnell Kombinationen und Kosten bei weiteren Zahlen steigen.
Ein Teilsystem spielt nur einen festgelegten Teil der möglichen Kombinationen. Das senkt gegenüber dem entsprechenden Vollsystem den Einsatz, garantiert aber nicht, dass jede theoretisch mögliche Trefferkombination enthalten ist. Vor Abgabe müssen Zahl der Einzeltipps, Gesamtpreis und Gewinngarantie des konkreten Systems gelesen werden.
Drei Denkfehler mit praktischer Folge
„Diese Zahl ist überfällig.“ Frühere Ziehungen verändern die Wahrscheinlichkeit der nächsten Kombination nicht; Häufigkeitslisten liefern keine Vorhersage. „Geburtstage sind sicherer.“ Zahlen bis 31 werden nicht häufiger gezogen. Wenn viele Menschen ähnliche Muster wählen, kann ein Gewinn jedoch mit mehr Personen geteilt werden. „Fast richtig erhöht die nächste Chance.“ Ein knapp verfehlter Tipp hat keinen Einfluss auf die nächste Ziehung.
Aus Einsatz wird schnell ein Jahresbetrag
Rechenbeispiel: Acht Tippfelder pro Ziehung, zwei Ziehungen pro Woche und 1,20 Euro je Feld ergeben 19,20 Euro pro Woche vor Bearbeitungsgebühren und Zusatzlotterien. Über 52 Wochen wären das 998,40 Euro. Das ist keine Prognose, sondern die Multiplikation eines angenommenen Spielplans. Abos immer auf Jahreskosten hochrechnen und Zusatzlotterien nur bewusst aktivieren.
Grenze vor der ersten Abgabe festlegen
LOTTO ist Glücksspiel, keine Geldanlage und keine Methode zur Schuldentilgung. Teilnahme ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Das Budget muss als vollständig verlorene Freizeitausgabe tragbar sein. Einsätze nicht erhöhen, um Verluste zurückzugewinnen. Wer verheimlicht, Geld leiht oder gesetzte Grenzen wiederholt überschreitet, sollte sofort pausieren und unabhängige Spielsuchthilfe nutzen.